Hunger.

26. Februar 2017

Heute geht es weg von Mode und langen Beinen. Während mein Facebook Feed voll ist von der beknackten Capri Sonne, die jetzt dann Capri Sun heißt, vernichtet eine Hungersnot eine ganze Generation. 15 Millionen Menschen sind zur Zeit am Horn von Afrika von Hunger bedroht.

 Fünfzehn MILLIONEN Menschen.

Unterernährt. Während wir vor dem vollen Kühlschrank und den noch volleren Supermärkten stehen, sind diese Menschen hungrig. Sehen ihre Kinder leiden. Und es gibt nichts, was ihren Hunger stillen könnte.

Betroffen sind Äthiopien, Dschibuti, Eritrea und Somalia. Besonders dramatisch ist die Lage in Somalia. Auch Nigeria und der Jemen sind betroffen. Für Teile des Südsudans wurde von UNICEF offiziell eine Hungersnot erklärt. Über 40 Prozent der Bevölkerung benötigt dringend humanitäre Hilfe um zu überleben. 270.000 Kinder leiden unter schwerer Mangelernährung und sind vom Tod bedroht.

Die Gründe: Konflikte, Bürgerkrieg und Gewalt, eine schwere Dürre und die immensen Folgen für die Wirtschaft.

Hier ein Beitrag der Tagesschau:

Ich halte diese Bilder nicht aus. Mir treibt es die Tränen ins Gesicht.

Dazu das Wissen, dass ich lebe wie die Made im Speck. Ich hab einen Urlaub für mich und meine Tochter gebucht. Ich nasche mit ihr und wir feiern Fasching.

Ich mach mir Gedanken, wie ich abnehmen kann.  Ich verkneife mir Essen, weil ich zuviel davon hatte und man mir das ansieht. Ich bin unglücklich, weil ich zuviel gegessen habe über einen zu langen Zeitraum. Währenddessen sind ein paar tausend Kilometer weiter 15 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht.

Geht’s eigentlich noch?

Ich hab gespendet. Ich möchte Euch nicht dazu aufrufen, da ich eh weiß, man tut es oder nicht. Ich möchte nur, dass Ihr zu schätzen wisst, wie verdammt gut es uns geht. Und das wir durchaus helfen können.

Weil niemand je vergessen sollte, was für ein Glück es ist, in Europa geboren worden zu sein.

 

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  • Corinna 26. Februar 2017 at 18:07

    Danke für diesen tollen Beitrag liebe Susi. Ich finde es großartig, dass du hier darauf aufmerksam machst, auch wenn die Bilder natürlich echt verstörend sind. Mir wird der krasse Unterschied von einem behüteten Leben hier und in einem der ärmeren Ländern auch immer wieder beim Thema Mode bewusst (klingt zwar ertmal komisch, aber es ist leider das gleiche Prinzip: während wir in der westlichen Welt bedenkenlos konsumieren und Fashion Hauls feiern, können die Näherinnen, die ohnehin für einen Hungerlohn und unter schlimmsten Bedinungen arbeiten müssen, kaum ihre Familien ernähren, es ist schon pervers). Ich denke, wir können nicht von heute auf morgen die Welt verändern – aber wir haben alle eine Stimme und können uns Gedanken machen. Und einen kleinen Teil dazu beitragen, dass sich die Situation verbessert.
    Alles Liebe,
    Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

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