LIEBE: Alles ist so anders…

9. August 2017

Alles ist – anders. Und da ist diese eine Frage: Gibt es Liebe auch auf leisen Pfoten?

Oder muss die Liebe immer krachen? Ein Feuerwerk der Anziehung… Stattdessen ein Gefühl der Seelenverwandtschaft, wo Körperlichkeit nicht an erster Stelle steht, sondern einfach nur eine tiefe Zufriedenheit.

Ohne Geilheit. Ohne Erwartungen, ohne Sex. Noch nicht. Sondern das stille Ansehen und Versinken im Anderen. Das Gefühl, die Zeit steht still. Aber anders als sonst, möchte ich sie nicht verzweifelt festhalten. Kein Dramatisches: “Ich weiß, Du wirst später gehen, ich vermiss Dich jetzt schon, obwohl Du noch da bist.”

Das Verharren im Moment und das Bewusstsein, dass nichts und niemand weglaufen wird.

Das ist so anders.

Es ist neu.

Vielleicht ist es das, was ich immer gesucht habe.

Nicht das große Drama, denn das bin ich eigentlich genug. Vielleicht ist es an der Zeit, die Maske abzulegen. Jemand in mein ungeschminktes, müdes Gesicht sehen zu lassen und zuzulassen, dass ich trotzdem die schönste Frau der Welt für ihn bin.

Und ich es nicht abstreiten will, wegschauen will, protestieren will. Sondern ich wahrhaftig spüre, dass diese Worte wahr sind.

Auch wenn sie so romantisch sind, dass ich mir denke- das kann er nicht ernst meinen.

Aber durch die Unaufgeregtheit Deiner Worte, durch die Selbstverständlichkeit, mit der Du sie sagst und zwar ohne mich flachlegen zu wollen, die berührt mich.

Ich hab Dich mehrmals abgewiesen.

Du bleibst.

Schickst mir ab und zu eine Nachricht. Übrigens noch nie eine mit Dickpic. Das hast Du nicht nötig. Du sagst mir, wie wundervoll ich bin, und wert, zu warten. Dass Du alle Zeit der Welt hast.

Ohne genervt zu sein, fordernd, aggressiv. Sondern einfach nur verliebt, gütig und stark.

Das bewundere ich sehr an Dir. Deine Ausgeglichenheit. Deine Stärke. Deine Bescheidenheit, obwohl ich mich sehr wohl auf der Straße nach dir umdrehen würde, wie die anderen Frauen auch.

Du rührst mein inneres Kind, Du überwindest meine Mauern. Du schaffst es, dass meine Fluchtmechanismen einfach nicht mehr greifen.

Ohne mit mir zu spielen. Ohne mich zu triggern, mich zu ignorieren, mit mir Katz und Maus zu spielen. Ich dachte immer, ich genieße dieses Spiel. In Wirklichkeit macht es mich kaputt.

Du rührst mich, ich kenn das nicht.

Ich hab immer gedacht, Liebe muss knallen.

Vielleicht darf sie auch ganz leise und vorsichtig kommen? Mich abholen. Ohne überreden. Einfach- als Hand, die mir aus dem Nichts gereicht wird.

Bist nicht Du der, den ich wollte?!

Lass uns am Samstag Sternschnuppen gucken …

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  • Stefanie Hundsdorfer 9. August 2017 at 4:26

    …schon lange keinen Liebesbrief mehr gelesen. Schön. Wenn ich mal einen brauche melde ich mich bei Dir Cyrano, oder wie hieß der noch gleich?…

  • Dieseltrucker 206 11. August 2017 at 22:23

    Einfach nur scheeeeeeeeeeeeeeeeee, es ist das Leben das die besten Geschichten schreibt und das Tolle daran ist das man es fast nie beeinflussen kann

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