Mein Körper, mein wertvollster Schatz. Wie ich lernte, mich zu lieben.

3. November 2017

Vorneweg: Dieser Artikel ist eine Art Zusammenfassung meines bisherigen Weges in Sachen Selbstliebe, Ernährung und Akzeptanz. Und er wird erst einmal auch der letzte seiner Art sein, denn ich möchte Euch nicht überfordern oder langweilen mit dem Thema.

Aber: bei mir ist der Knoten geplatzt.

Ich bin einfach nur glücklich.

Deswegen: Flashback. Und Gegenwart. Teil 1 dieses Beitrags hatte ich bereits im August geschrieben. Teil 2 gestern.

Fangen wir an.

 

TEIL 1 – Sommer

 

Bei den meisten Frauen ist es ein langer Prozess, bis sie ihren Körper lieben. Bei mir hat sich gestern endlich ein weiteres Zahnrad auf dem Prozess zu mehr Selbstliebe und Akzeptanz gedreht.

Ich war im Freibad, ganz allein. Ich schwamm ein wenig, bevor ich mich im Wasser auf die Sprudeldüsen, also die Massageliegen, legte. Ich machte die Augen zu und war etwas schläfrig- es war einfach ganz wunderbar. Ich legte mir die Hand auf meinen Bauch und zupfte etwas an den Röllchen – und in dem Moment, als sich gerade wieder der Kritiker, mein schlechtes Gewissen, zu Wort melden wollte (boah, bist Du dick geworden, so ne Wampe!)– da schaltete sich etwas anderes ein.

Mein Herz.

Und ich dachte stattdessen: mein armer, lieber Bauch. Seit Jahren wirst du nur fertig gemacht. Dabei arbeitest du jeden Tag hart.

ICH HATTE MITLEID MIT MEINEM KÖRPER

Über Jahrzehnte habe ich ihn geschunden statt gepflegt. Links liegen gelassen statt genährt. Ich hab ihn vollgestopft, ihn hungern lassen, ich habe ihm Abführmittel gegeben, immer und immer wieder, bis meine Nieren fast kaputt waren.

Ich habe meinen Körper verdammt, ja gehasst! Ich habe ihn vernachlässigt. Er hingegen hat eine Schwangerschaft gemeistert. Er hat durchgehalten, während einer Wochenbettdepression. Er hat meine Tochter genährt, 9 Monate im Bauch und dann mit Stillen noch mal 7 Monate außerhalb meines Körpers.

 

 

Mein Körper ist ein verdammtes, großartiges Wunder

und alles, was ich tue, ist ihn so zu behandeln?

Und nicht nur das! Ich gebe ihm zuviel Zucker, zuviel Alkohol, zuviel Nikotin- zu wenig Sport, zu wenig Erholung.

Und trotzdem pumpt mein Herz täglich 10.000 Liter Blut durch meinen Körper.

Mein Herz zieht sich rund 100.000 Mal zusammen.

Im Gehirn befinden sich 100 Milliarden Nervenzellen. Wir laufen in unserem Leben rund 50 Millionen Schritte, mit denen wir an die 100.000 Kilometer zurücklegen!

Und das alles ging mir in diesen wenigen Minuten im Freibad durch den Kopf.

Ich bin davon überzeugt, dass ich bereit bin, meinem Körper etwas zurück zu geben.

 

 

 

Drei Monate später.

Teil 2 – Herbst

 

Seit drei Wochen bin ich rauchfrei. Ich esse fast keinen Zucker mehr und habe den Kaffeekonsum auf eine Tasse am Tag runtergeschraubt. Kein Alkohol. Ich habe eine Woche gefastet.

MEINE VISION hat sich endlich durchgesetzt.

Seit Empower Yourself war etwas passiert: Ich hatte meine beste Version gesehen. Das bedeutete aber auch, dass mir bewusst werden musste, wie falsch ich lebe. Es hat viele schmerzhafte Tage und Nächte gebraucht, das kann ich Euch sagen. Gewogen hab ich mich bewusst nicht, denn es geht nicht um 10 Kilo in drei Tagen. Es geht darum, nicht mehr aufgedunsen von Zucker und Süßstoff zu sein. Die Fressattacken nachts um Drei, die sind weg!

Und jetzt sag ich es ganz offen und unverblümt:

WIE SOLL UNSER KÖRPER FUNKTIONIEREN, WENN WIR IHN NUR MIT SCHEISSE FÜTTERN?

Wie konnte ich meinen Körper 34 Jahre als meinen Feind ansehen und nicht als das, was er ist- nämlich das beste und wertvollste Werkzeug auf der Welt?!

Ich lerne grade, mich gesund zu ernähren. Ich trinke so viel Wasser wie noch nie. Ich esse frisch und in Maßen. Und wisst Ihr was? Ich bin so glücklich!

So frisch, so frei,

so BEFREIT!

Ich wünsche EUCH, dass Ihr Euren Körper auch lieben könnt, abgesehen von Kleidergrößen und Idealen. Wir haben nur den einen. Vielleicht könnten wir einfach anfangen, nett zu ihm zu sein?

 

Susi

 

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  • Bernd Bitzer 3. November 2017 at 16:38

    Besser jetzt als nie… geht doch!

    • groessenwahn 3. November 2017 at 16:40

      JA! Praise the Lord! 😀

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