Wenn Zuckerberg nicht mehr mag.. #amarsch

29. Juli 2016

Liebster Mark.

Du bist, wo WIR sind. Du weisst, WAS wir wollen und WIEVIEL. Und wann. Und mit wem. Wir stehen mit Dir auf und wir gehen mit Dir ins Bett. Du hat unser Leben im Griff. Komplett.

Sollte Mark Zuckerberg jemals durchdrehen, sind wir am Arsch.

Sagen wir mal, er nimmt alle seine Social Media- und Kommunikations-Plattformen vom Markt. Stampft sie ein. Oder verkauft sie für 800 Billionen Euro an die NASA. Oder so. Ernsthaft! Wenn Facebook weg ist, werden wir emotional ausbluten. Weil wir nämlich zu den 560 Freundschaften nur ca 30 Telefonnummern haben, vielleicht noch die ein oder andere Email- Adresse und das war’s dann.

Und über Google bekommt man die wichtigen Dinge des Lebens nicht raus! Wie sollen wir die aktuelle Freundin unseres Ex auskundschaften, wenn sie nicht auf Facebook ihre (gemachten! ganz sicher!) Titten an seinen Arm schmiegt?! Wer versorgt uns dann mit blöden Sprüchen? Was ist das dann für 1 Leben? Doch Facebook ist nur ein Teil von Marks Kontrolle…

Wenn er will, der Zuckerberg, dann macht er uns zu einem isolierten Haufen unfähiger Soziopathen. Am einfachsten lässt sich sein Anteil an unserem Leben anhand eines ganz normalen Tages aufzeigen- in dem Fall jetzt meiner:

 

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7 Uhr 10 ->  Der Wecker klingelt. Mein Deal mit mir selbst: bis 7 Uhr 20 darf ich im Bett bleiben & Social Media checken, dann muss ich aufstehen. Facebook-Messages, Geburtstage, Eil-Meldungen, Blogeinträge und Posts von Freunden. Facebook =Mark.

→ Frühstück: **dingding** Die erste Whatsapp des Tages trudelt ein. Ca. 20 bis 30 folgen bis Abends (Gruppenchats nicht mitgerechnet). Whatsapp gehört dem Mark.

→  Auf dem Weg zur Arbeit: Instagram. Outfits ansehen, Schminktutorials gucken, Urlaub planen. Instagram gehört dem Mark.

→ Arbeit. Facebook (ich als Online & Social Media Tante darf das schreiben, ohne eine Abmahnung zu kassieren): Eigene Seiten füllen, Abchecken der Konkurrenz

→ 10 Uhr: 1. Tinder Match geht ein. Gehört NOCH nicht dem Mark, er ist aber dran.

→ 12 Uhr, Mittagspause: Muss auf Mädchenflohmarkt nach aktuellen Geboten gucken, logge mich automatisch mit dem FB-Account ein. Geht viel schneller.

HALBZEIT

→ 17 Uhr: Feierabend. schnell heim, währenddessen kommen Nachrichten über den FB Messenger aufs Handy. Dann bloggen, Beitrag auf Facebook teilen, Blogger Kooperationen in den FB Gruppen checken.

→  20 Uhr:  Facebook erinnert mich an das Konzert, das in einer Stunde losgeht und zu dem ich gar nicht hingeh. Stattdessen telefoniere ich mit meiner Freundin. Und was fragt sie mich?

„Hast du schon mal gesehen, was die Alte auf Snapchat verzapft?! UNFASSBAR, oder?”

(Mark ist dran, 3 Mrd. Dollar waren dem Snapchat Gründer zu wenig, aber Mark macht das)

 

( Update August 2016: Mark braucht Snapchat gar nicht kaufen. Er hat’s einfach kopiert und in Instagram integriert. A Hund isser scho…)

Und jetzt stellt Euch nochmal vor, der Mark mag nicht mehr.

mark

#amarsch

 

 

1 Comment

  • Reply Kato 6. August 2016 at 7:16

    Hehe, mittlerweile hat Mark Snapchat ja auch gemacht – einfach einem anderen aufgekauften Unternehmen (=Instagram) die Snapchat-Funktionen gegeben.
    Mich würde nach dem Text nun interessieren, ob du dich aktiv um Alternativen zu Marks Imperium bemühst. Es gibt ja z.B. zu Whatsapp einige Alternativen wie Threema oder Telegram. Viele Grüße, Kato

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