Wie groß wird mein Kind?

27. August 2016

Jeder große Mensch, der sich Kinder wünscht, macht sich früher oder später Gedanken darüber, wie groß der Nachwuchs wohl einmal sein wird. Gerade wenn einer der beiden Partner an der 2 Meter Hürde kratzt, wird die voraussichtliche Körperlänge des Kindes oft diskutiert- denn so mancher überlegt, sein Kind dann in der Pubertät einer Hormontherapie zu unterziehen (bitte nicht verurteilen- lieber informieren).

Würdet Ihr gern wissen wollen, wie groß Eure Kinder einmal werden? Falls ja, dann gibt es mathematische Formeln, die für die Berechnung gerne zu Rate gezogen werden:

family.height

Die erste Formel wird seit den 70er Jahren nach einer Publikation in der New York Times verwendet. Sie besagt, dass die durchschnittliche gemeinsame Größe der Eltern die spätere Körpergröße des Kindes prophezeihen kann.

Wie funktioniert die Formel?

Jungen:

Größe Mutter plus Größe Vater plus 13 cm – das Ganze wird dann durch 2 geteilt.

Beispiel: 1,80 m + 1,90 m + 0,13 m = 3,83 m : 2 = 1,915 m

Mädchen:

Größe Mutter plus Größe Vater minus 13 cm – das Ganze wird dann durch 2 geteilt.

Beispiel: 1,80 m + 1,90 m – 0,13 m = 3,57 m : 2 = 1,785 m

Natürlich kann diese Formel niemals als absoluter Richtwert gesehen werden, spielen doch Faktoren wie Ernährung auch eine entscheidende Rolle. Nach einer finnischen Studie mit fast 9000 Zwillingspaaren aus dem Jahr 2000 gilt: 78% der Größe bei Männern ist genetisch festgelegt (75% bei Frauen).

Auch innerhalb der Familie kann es bei demselben Elternpaar zu unterschiedlich großen Kindern kommen: jüngere Geschwisterkinder werden angeblich oft nicht so groß wie die Erstgeborenen.

Alternative: Formel Nr 2

Diese Formel funktioniert nur, wenn das Kind schon auf der Welt ist: um die endgültigen Größe eines Kindes bestimmen zu können, wird die Länge eines Jungen im Alter von 2 Jahren verdoppelt (bei Mädchen gilt die Größe mit 18 Monaten mal zwei.)

Was meint Ihr zu den Formeln? Könnt Ihr sie bestätigen?

(Meine Kleine ist ja leider erst 3,5 Jahre alt, so dass ich noch nicht viel dazu sagen kann. Die erste Formel hat aber zumindest bei mir selbst versagt: danach wäre ich 1,80m geworden- aber ganz ehrlich, die 1,86m sind auch völlig ok 😉 ).

 

2 Comments

  • Reply verena 27. August 2016 at 10:14

    Bei uns vieren und den vier Kindern meiner Schwester ist das eher umgekehrt, also von der Ältesten bis zu mir bzw der Jüngsten nimmt das Längenwachstum zu. Wir Mädels sind 170 cm, 174 cm, 189 cm, mein Bruder 189 cm. Die Töchter meiner Schwester 163 cm, 168 cm, 174 cm, der Sohn 186 cm.
    In beiden Familien ist der Sohn Nr.3.

  • Reply Elke 27. August 2016 at 15:36

    Dieses Thema haben wir letztens auch in der Gruppe diskutiert, allerdings ohne Formeln. Meine Tochter überragt ihre Altersgenossen um einiges. Sie wird mit ihren 4 Jahren gerne schon als Einschulungskind gesehen, was dazu führt, dass von ihr mehr erwartet wird als sie schon kann.
    Als ich kurz vor der Pubertät war wurden meine Handknochen geröntgt und mir wurde eine Körpergröße von 1,93 m in Aussicht gestellt. Meine Eltern und ich haben dann entschieden, dass ich eine Hormontherapie machen soll. 1,93 m war uns irgendwie unheimlich. Was soll ich sagen? Nach einigen Monaten war uns die Menge an Tabletten, die ich nehmen musste deutlich unheimlicher und ich habe die Therapie abgebrochen. Ich bin jetzt 1,82 m groß und bin mit mir im Reinen darüber.

    Meine Söhne gehören auch zu den größten Kindern in der Klasse aber für Jungs ist das eher positiv. Groß=stark und mächtig (ich vereinfache das jetzt einfach mal) und nehmen dann schneller mal die Anführerrolle ein. So ist zumindest unsere Erfahrung momentan. Bei Mädchen wird groß sein schneller als negativ empfunden.

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