Die Minimalismus Challenge #minimalboheme

15. Juni 2017

Ich bin eine eine treue Leserin von Blog Blohème, einem wirklich ausgezeichneten Blog mit Tiefgang. Nicht nur, weil ich den Autor Michael André Ankermüller als Mensch und Journalist sehr schätze, sondern auch die Themen: Gesellschaft, Musik, Mode, Reisen jenseits des Mainstreams. Artikel, die zum Nachdenken anregen.

Michael hat in einem seiner letzten Posts zur Minimalismus Challenge aufgerufen:

“Trenne Dich heute noch von einem Gegenstand, den Du sowieso nicht mehr brauchst. Morgen am besten von zwei Gegenständen. Und immer so weiter. Minimalismus bedeutet nicht, sich einschränken zu müssen. Sondern bedeutet, sich bewusst dafür zu entscheiden, seinen Konsum kritisch zu hinterfragen und wirklich nur das zu besitzen, was für DICH wichtig ist.”

Lustigerweise trifft er damit bei mir einen Nerv. Ich bin definitiv Minimalist. (Ausgenommen in Sachen Schuhe. Schuhe hab ich zu viel, das geb ich zu.) Ansonsten miste ich aber eigentlich täglich gern aus.

Ich bin in meinem Leben schon mindestens acht Mal umgezogen, das prägt. Ich halt es wie Silbermond:

Ich reise gern mit leichtem Gepäck.

Ich liebe meine Wohnung– aber ich mache keinen Hehl daraus, dass es sicher nicht meine letzte sein wird. Ich brauche außerdem nicht viel Chichi. Ich mag es nordisch, skandinavisch clean, aufgeräumt. Das mag einerseits daran liegen, dass meine Mutter bei uns zuhause immer alles mit “Nippes” vollgestellt hat bis auf den letzten Platz.

Außerdem glaube ich manchmal, mein Hirn ist eh schon so voll, meine Augen brauchen die Entlastung. Wenn zu viel rumsteht- das macht mich wuschig. Unkonzentriert. Ich seh es ja auch bei meiner Tochter- die sieht vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Spielzeug überall- und total überfordert, wo sie anfangen soll.

 

 

Besitz macht nicht glücklich. Das weiß jeder, der einen sehr reichen Menschen kennt, der zwar einen Haufen Besitz angehäuft hat, aber tief drinnen traurig ist. Mir bedeutet das nichts mehr…. Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen kennengelernt, die alle dasselbe Fazit ziehen: nicht die Dinge, sondern die Menschen in Deinem Leben UND DEINE EINSTELLUNG ZUM LEBEN sind entscheidend.

Wenn ich mitbekomme, dass sich Frauen aus meinem Umfeld Handtaschen für 3 Tausend Euro kaufen- dann bin ich nicht neidisch, ich gönne es ihnen. Schließlich mussten sie dafür etwas tun. Aber.. ich frage mich dann immer, wieso sie das Geld nicht lieber für eine Reise ausgeben, die Welt entdecken, in eine Idee investieren, etwas bewegen. Etwas, das unvergesslich sein kann. Aber da liegen die Prioritäten einfach anders. Statussymbole beeindrucken mich schon lange nicht mehr.

Ich bin gerne Minimalistin. Weil das Leben mehr ist als eine Ansammlung von Dingen.

 

 

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